Themenschwerpunkt 2021: Lebenswerte Städte angetrieben durch Urban Data Science

„Urban Data Science und nachhaltige Städte – Wie kann die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen durch Daten und räumliche Analysen unterstützt werden?”

Internationale Abkommen wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG), die New Urban Agenda (NUA) oder auch Klimaschutzprogramme haben die Aufmerksamkeit auf die Verbesserung der Qualität des städtischen Lebens in den letzten Jahren gelenkt. Diese Abkommen befassen sich mit verschiedenen natürlichen und sozialen Herausforderungen in Städten, darunter Phänomene wie Widerstandsfähigkeit gegen Naturkatastrophen, Klimawandel, Luftverschmutzung, Zugang zu sauberem Wasser, öffentliche Gesundheit oder Gerechtigkeit beim Zugang zu öffentlichen Räumen. Durch die Bewältigung dieser Herausforderungen besteht das übergeordnete Ziel darin, der wachsenden städtischen Bevölkerung weltweit bessere und sicherere Lebensbedingungen zu bieten. Insbesondere aus Sicht der Politik und Stadtplanung, die viele der notwendigen lokalen Maßnahmen umsetzen sollen, sind die NUA- und SDG-Ziele jedoch nur ein Ausgangspunkt für das langfristige und herausfordernde Bestreben, die genannten Probleme tatsächlich zu lösen. Raumanalyse und integrierte Datenanalysetechniken können ein großes Potenzial haben, um Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele zu erzielen. Wie können diese Ziele aber räumlich „messbar“ gemacht werden? Welche Datengrundlagen und Analysemethoden dazu stehen zur Verfügung? Oder müssen neue entwickelt werden?

In den letzten zehn Jahren wurde GIS zunehmend in den Alltag integriert und Big Data in verschiedenen Kontexten nahezu allgegenwärtig produziert. Diese gekoppelten technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen haben zur Entstehung neuer Bereiche wie Urban Data Science oder Urbane Informatik geführt. Diese neuen intellektuellen Bereiche bereichern die Planung und Steuerung komplexer urbaner Systeme sowie die Praxis der Stadt- und Regionalplanung oder -politik, indem sie neue Datensätze, integrierte Datenanalyse und weitere neuartige methodische Ansätze verwenden. Eine solche revolutionäre Sicht auf die Untersuchung von Städten bringt mehrere Vorteile mit sich und kann auch praktischen Bereichen wie der Stadtplanung, Politik oder relevante Firmen zugute kommen.

In dieser Konferenzsitzung freuen wir uns auf Arbeiten (sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wissenschaft inkl. Anwendungsbeiträge), die die Möglichkeiten von GIS-basierten urbanen Analysetechniken veranschaulichen und auch neuartige Datenquellen wie soziale Medien oder Sensordaten verwenden, um diese Herausforderungen der Verbesserung der städtischen Lebensqualität anzugehen. Dazu gehören unter anderem Big-Data-Analysen und Ansätze für maschinelles Lernen.

Information: Call for Papers (pdf, Deutsch)  or go to English website

Einreichung

Beiträge können entweder als Full Paper oder Short Paper bis 1. Februar 2021, oder als Poster bis 1. Mai 2021 eingereicht werden. Sämtliche Beiträge müssen über die Konferenzwebsite eingereicht werden und unterliegen einem double-blind Review Prozess. Autoren, deren Beiträge angenommen werden, werden eingeladen, ihren Beitrag während der AGIT 2021 zu präsentieren. Genaue Informationen zur Einreichung, sowie zum Peer-Review Prozess finden Sie unter https://www.agit.at/call.

Akzeptierte Full- & Short Paper werden im AGIT Journal publiziert, welches seit 2015 online verfügbar (http://www.agit-journal.net) und jährlich vom Wichmann Verlag publiziert wird. Alle Beiträge unterliegen einer CC-Lizenz. Seit Februar 2020 ist das AGIT Journal ein anerkannter SCOPUS Titel.

Präsentation

Einreichende Autoren werden bis Mitte März 2021 über Zeitpunkt, Ort & Format (vor Ort oder virtuell) Ihrer Präsentation informiert. Voraussetzung für eine Präsentation auf der AGIT ist die Anmeldung von mindestens einem Vortragenden bis 25. Mai 2021.

Kontakt

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte  Anna Kovács-Győri, oder Thomas Prinz, IDA Lab Salzburg, Universität Salzburg.

Projektpartner

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